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Fester Job oder Selbstständigkeit? //Thoughts

14. Februar 2018

In den letzten Monaten habe ich super viel darüber nachgedacht, was ich in Zukunft beruflich machen möchte. In welcher Branche möchte ich arbeiten, möchte ich eine sichere Festanstellung oder wage ich mich in die Selbstständigkeit?

Kleiner Exkurs….

Nach dem Abi habe ich angefangen zu studieren, Germanistik und vergleichende Religionswissenschaften. Damals wollte ich gerne „was mit Medien machen“, journalistisch arbeiten. Ich war ehrlich gesagt ziemlich planlos. Noch während des Master Studiums habe ich dann als Werkstudentin bei Axel Springer gearbeitet und bin dort über ein paar Umwege in die IT reingerutscht. Mir hat die Arbeit gleich gefallen und es lief wie plötzlich wie am Schnürchen. Das hat alles irgendwie gepasst wie der Topf zum Deckel und man bot mir eine Festanstellung an. Schwups war ich Produktmanagerin bei der BILD und habe mich um die Weiterentwicklung digitaler Produkte gekümmert.

Nach über drei Jahren hatte ich das Bedürfnis nach etwas Neuem. Ich habe meinen Arbeitgeber gewechselt, landete in der IT bei McFIT und habe mich dort als Product Owner um die Entwicklung von Apps gekümmert. Nach knapp einem Jahr habe ich die Bereichsleitung der Digitalen Produktentwicklung innerhalb der IT übernommen. Dabei blieb es aber nicht. 2015 wurde ich zur Geschäftsführerin einer kleinen digitalen Tochterfirma von McFit ernannt, der LOOX Sports GmbH.

Letztes Jahr im Sommer habe ich mich dann bei McFIT verabschiedet und wollte mir erst einmal eine Auszeit nehmen. Zunächst wollte ich eigentlich nur den Sommer genießen, ein bisschen Reisen und und mir im Winter wieder einen festen Job suchen. Was ich aber vor allem in dieser Zeit gemacht habe, waren Gedanken. Gedanken darüber was ich arbeiten will. Will ich wieder eine Führungsposition? Vielleicht sogar wieder ein Unternehmen leiten?

Selbstständigkeit vs. fester Job

Die Antworten darauf hatte ich erstaunlich schnell. Nein möchte ich nicht. Das war alles eine tolle Erfahrung. Aber am meisten Freude hat mir die Arbeit als Product Owner/ Produktmanager gemacht. Wobei ich auch sehr gerne strategisch arbeite. Aber ich möchte vorerst einfach nicht noch einmal so viel Personalverantwortung haben.

Nach dem ich das herausgefunden hatte, habe ich mich auf die Suche nach potenziellen Arbeitgebern gemacht, habe Gespräche geführt und mir ein paar Unternehmen angeschaut. …und immer wieder hatte ich diesen Gedanken im Kopf: Was ist, wenn ich mich einfach selbstständig mache?

In meiner Auszeit habe ich es sehr genossen, mehr für meinen Blog tun zu können. Ich habe mehr geschrieben und kreativ gearbeitet. Ich habe mich mit Freunden und Bekannten getroffen und sie bei ihrer Arbeit im Bereich Social Media und Digitale Produkte beraten. Das hat mir super viel Freude bereitet und der Wunsch wuchs, damit in Zukunft mein Geld zu verdienen.

Ich habe mich also hingesetzt und recherchiert: Was brauche ich, was muss ich verdienen, wo muss ich mich versichern, gibt es Förderungen? Ich habe einen Businessplan geschrieben, einen Finanzplan erstellt und geschaut, ob es eine Chance gibt, meinen Wunsch umzusetzen.

Selbständigkeit im Home Office

Wer nicht wagt, der…

Nun ist heute der 14. Februar und ich bin fast seit einem Monat selbstständig. In dieser Zeit habe ich weniger geschrieben, aber ich brauchte die letzten Wochen, um erst einmal alle administrativen Dinge zu erledigen und natürlich auch um Akquise zu betreiben. Jetzt habe ich schon die ersten Aufträge und freue mich darüber mein eigener Chef zu sein. Klar, bleibt immer diese Unsicherheit, ob es nächsten Monat, nächstes Quartal auch so gut laufen wird. Aber ich möchte nicht in 5 Jahren irgendwo sitzen und sagen „hätte ich es mal versucht“. Jetzt habe ich noch keine Familie, bin flexibel und kann eher etwas wagen. Einen festen Job kann ich mir immer noch suchen, sollte das hier nicht klappen. Ich habe ein gutes Netzwerk, sehr gute Referenzen und weiß worauf es ankommt.

Ich weiß, ich habe in den letzten Monaten nicht viel dazu gesagt, wie mein Berufsleben denn nun so aussieht. Aber all diese Überlegungen brauchten sehr viel Zeit. Ich war zwischendurch natürlich auch mal verunsichert und unschlüssig. Ich wollte einfach alles gut durchdenken. Wichtig ist mir, dass meine Selbstständigkeit Hand und Fuß hat. Deswegen habe ich auch alles ganz genau aufgeschrieben und durchgerechnet.

Ich habe nun mehrere Standbeine, die mir Spaß machen. Ich arbeite je nach Projekt und Kunden als Unternehmensberaterin (für digitale Produkte und Social Media), unterstütze auch operativ als Product Owner und habe meinen Blog. Mir war das wichtig, diese zwei Standbeine zu haben. Denn ich möchte nicht auf jede Kooperation für meinen Blog angewiesen sein. Mein eigener Anspruch wird immer bleiben, dass die Marken und Unternehmen zu mir passen. Ich möchte nicht plötzlich Schuhputzpflege in die Kamera halten, nur weil ich die Kohle brauche. Außerdem möchte ich auch einfach nicht aus meinen eigentlichen Job raus, er macht mir Spaß und bildet mich weiter. Ich habe dort das Gefühl, die digitale Zukunft mitzugestalten. Der Job ist meine Basis und meine Zukunft… denn wer weiß schon, ob es in drei Jahren noch Blogger gibt… 😉

Das war mein kleines Update. Ab jetzt gibt es also auch wieder mehr zu lesen.
 
Ich würde gerne wissen, wie ihr das seht. Seid ihr lieber fest angestellt oder habt ihr vielleicht ein paar hilfreiche Tipps für jemanden, der ganz frisch im Freelancerbusiness ist? Und: Interessieren euch hierzu vielleicht regelmäßige Beiträge?

XoXo,

Cati

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